Deep-Sky
In der Amateurastronomie werden alle Objekte außerhalb unseres Sonnensystems unter dem Sammelbegriff "Deep-Sky" zusammengefasst. Das fängt an bei
den Sternen in unserer unmittelbaren Umgebung, geht weiter zu den Gasnebeln, offenen Sternhaufen und Kugelsternhaufen unserer Galaxie, und noch weiter zu den anderen Galaxien,
bis hin zu den Quasaren am Rande des bekannten Universums und vielleicht noch darüber hinaus.
Kataloge
Um eine gewisse Ordnung in diese Objekte zu bringen, begann man schon sehr früh, geeignete Kataloge zu erstellen, von denen hier einige der gebräuchlichsten
besonders erwähnt werden sollen:
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Messier Katalog In den Jahren 1758 bis 1782 erstellte der französische Astronom Charles Messier (* 1730, † 1817 – Portrait rechts gemalt von Desportes im März 1771) einen kleinen Katalog
von 110 nicht-sternförmigen Objekten. Zweck des Katalogs war es, bei der damals populären Kometenjagd (der Weg um sich im 18. Jahrhundert einen Namen als Astronom zu machen), die
gängigsten Verwechslungen zu vermeiden. Da es sich bei diesen Objekten größtenteils um besonders helle und schöne Objekte handelt, erfreuen sich die Bezeichnungen dieses Katalogs auch
heute noch großer Beliebtheit.
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New General Catalogue Eine sehr umfangreiche Durchmusterung des Himmels, die praktisch alle für den Amateur zugänglichen
nicht-stellaren Objekte außerhalb unseres Sonnensystems erfasst. Der NGC und seine beiden Ergänzungen IC I und IC II wurden ursprünglich von dem Astronomen
John Louis Emil Dreyer (* 1852, † 1926 – Abb. rechts) zusammengestellt und in den Jahren 1887 (NGC), 1895 (IC I) und 1907 (IC II) veröffentlicht.
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Yale Bright Star Catalogue
Ein immer noch gern genutzer Katalog heller Sterne, der auch die antiken Namen erfasst.
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Smithonian Astrophysical Observatory Star Catalog
Lange Zeit der meist genutze Katalog für Sternpositionen für Sterne bis etwa 11m.
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Hipparcos
Seit 1997 gibt es diese umfangreiche Zusammenstellung der Messungen des europäischen Satelliten "Hipparcos". Der Katalog enthält verlässliche und höchst präzise
Daten zu allen Sternen bis zu einer Grenzgröße von etwa 14m. Die meisten bekannten Astro-Programme können auf diesen Datenbestand zurückgreifen, der üblicherweise in Form etlicher CDs vorliegt.
Literatur
Wer sich mit der Beobachtung von Deep-Sky Objekten beschäftigen will, tut gut daran, sich einen kleine Grundstock an Literatur zuzulegen.
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Burnhams Celestial Handbook
Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier mehr um ein Handbuch, das aber in seiner Vollständigkeit und seiner wohlsortierten Ordnung auch als Katalog
angesehen kann. "Der Burnham" ist das Nachschlagewerk für Deep-Sky Beobachter. Ein absolutes Muß für jeden Beobachter! Meiner Meinung nach hat das dreibändige Werk nur zwei Nachteile:
zum einen ist es leider nun schon etwas in die Jahre gekommen. Und zum anderen ist die Beschriftung der Buchrücken unbrauchbar, so daß man ständig den falschen Band aus dem Regal zieht...
Vielleicht gibt es ja mal irgendwann eine aktualisierte Ausgabe, vielleicht sogar anständig gebunden und vielleicht sogar mit Farbabbildungen? Man wird sehen.
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Atlas für Himmelsbeobachter
Ein praktisches kleines Buch für den Einsatz im Feld.
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