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Sonne


Sonnenuntergang am 11.08.2004
Aufnahmeort: Örmter Berg.

»Die Weltleuchte (Lucerna Mundi), welche in der Mitte thront, wie Copernicus die Sonne nennt, ist das allbelebende, pulsierende Herz nach Theon dem Smynäer: sie ist der Urquell des Lichtes und der strahlenden Wärme, der Erzeuger vieler irdischer electro-magnetiescher Processe, ja des größeren Theils der organischen Lebensthätigkeit, besonders der vegetabilischen, auf unserem Planeten.«

So beschreibt der berühmte Naturwissenschaftler und Forschungsreisende Alexander von Humbold (1769-1859) unser Zentralgestirn im Jahr 1850 in der Zeitschrift "Der Kosmos". Und er hat recht, denn ohne die Sonne geht auf unserer guten alten Erde gar nichts!


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Das Bild der Sonne im Fernrohr leidet sehr unter der tagsüber besonders unruhigen Luft.
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Obwohl unsere Sonne astronomisch gesehen nur ein sehr durchschnittlicher Stern der Spektralklasse G2 ist, unterscheidet sie sich doch für den Astronomen von allen anderen Sternen in einem wichtigen Punkt: Durch ihre Nähe zur Erde lassen sich auf ihr Phänomene untersuchen, die bei anderen Sternen aufgrund der Entfernung (der nächste Stern ist etwa 270.000 mal weiter entfernt) verborgen bleiben. Und so zeigt sie zuweilen an ihrer Oberfläche eine bemerkenswerte Fülle von Details, die wegen ihrer Veränderlichkeit auch für den Nicht-Profiastronomen reizvolle Beobachtungsobjekte darstellen.

Nicht immer erscheint uns die Sonne gleich groß: aufgrund der leichten Ellipsenform der Erdbahn, ist die Sonne nicht immer gleich weit von der Erde entfernt und somit
Schwankung des scheinbaren
Sonnendurchmessers
ändert sich auch ihre scheinbare Größe. Man sieht dies an der jahreszeitlichen Schwankung ihres scheinbaren Durchmessers (Abb. rechts). Am größten erscheint uns die Sonne im Januar (32'36"), wenn die Erde mit einer Entfernung von 147,1 Millionen Kilometern zur Sonne ihre größte Annäherung (Perihel) erreicht. Am kleinsten erscheint sie uns im Juli (31'31"), bei größter Erdferne (Aphel) mit einer Entfernung von 152,1 Millionen Kilometern. Der verbreitete Glaube, die Entfernung zwischen Erde und Sonne wäre die Ursache für unsere Jahreszeiten, ist also offenkundig falsch.

Naheliegenderweise wird über den mittleren Abstand zwischen Erde und Sonne die Astronomische Einheit (AE) definiert. Sie beträgt 149,600 Millionen Kilometer und wird vornehmlich für die Angabe von Entfernungen innerhalb unseres Sonnensystems benutzt.


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Vorsicht! Niemals ohne Schutzvorkehrungen direkt in die Sonne blicken! Die starke Strahlung der Sonne führt bei ungeschützer Beobachtung schon in kürzester Zeit unweigerlich zu schwersten Augenschädigungen!



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Last Update: 14.12.06 page left page top page right